Lieber Frühling, wir begrüßen dich!
Der Vorfrühling ist eine besonders gute Zeit, um Dinge aus Weideruten und anderen biegsamen Zweigen zu basteln. – Schließlich werden in den Gärten gerade die Sträucher geschnitten und es fallen massenhaft lange Ruten an, die viel zu schade sind, um sie wegzuwerfen …
Merkt ihr es auch? Langsam, ganz langsam zieht der Frühling ins Land. Für mich sind die ersten Frühlingsboten des Jahres die Vögel, die endlich wieder zu singen beginnen. Die nächsten sind unsere geliebten Hennen, also sozusagen noch einmal Vögel. Die legen nämlich im Winter kein einziges Ei. Das machen nur die auf Leistung gezüchteten Turbohennen, die noch zusätzlich im Stall künstliches Licht bekommen, damit ihr Körper ja nicht auf die Idee kommen könnte, die Eierproduktion zu unterbrechen. Unsere alten Haustierrassen machen im Winter ihre verdiente Pause und sammeln Kräfte für die nächste Saison. Und siehe da, gestern fand ich sogar bereits zwei Eier im Nestchen.
Also jedenfalls wird es bald Frühling. Das heißt, wir in der Brombeervilla sind wieder viel draußen unterwegs und es kribbelt mir schon in den Fingern, da ich wieder einiges an Dekokram für die Frühlings-und Osterzeit geplant habe.
Heute möchte ich euch auch schon mal langsam auf den Frühling einstimmen und zeige euch, wie man ein ganz einfaches Herz aus Weidezweigen formen kann. Ihr könnt es zusammen mit dem Osterstrauß in eine Vase stecken oder ihr gebt ihm irgendwo einen schönen Platz als Gartendeko.

Ihr braucht dazu:
etwa 20 sehr dünne, biegsame Weideruten (es können natürlich auch Äste von Hasel, Birke, wildem Wein u. a. sein, Hauptsache, sie lassen sich gut biegen ohne zu brechen) in ca. 1 m Länge
einen geraden Haselnuss- oder Birkenzweig bzw. einen Stab aus was auch immer, hauptsache gerade, ca. 1 m lang, ev. auch länger
Hanfschnur oder Bast
eventuell eine Heißklebepistole
bunte Bänder oder frische Frühlingsblüten zum Dekorieren
So geht’s:
Teilt die Äste in der Hälfte. Nehmt jeweils eine Hälfte und biegt den oberen Teil nach unten – das ist euer halbes Herz. Befestigt das halbe Herz an euerem Haselzweig oder Stab mit etwas Bast oder Hanfschnur. Dann biegt ihr die zweite Hälfte der Ruten und macht es genauso. Umwickelt die Bögen nun am unteren Ende auf Höhe der bereits befestigten Schnur noch einmal möglichst fest. – Schon habt ihr ein Herz geformt. Wer sicher gehen möchte, dass das Herz sich nicht mehr vom Stab löst, kann die Ruten am Stab zusätzlich mit etwas Heißkleber befestigen und dann die Schnur darüber wickeln.

Als Dekoration könnt ihr noch bunte Bänder einflechten oder Federn dazwischen stecken. Zwar nicht besonders haltbar, aber sehr hübsch ist es auch, wenn ihr das Herz mit Frühlingsblumen wie Leberblümchen oder Schneeglöckchen dekoriert.